Sozialversicherungspflicht auf Dividenden

Die Beitragsgrundlage für die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) sind Erwerbseinkünfte mit Pflichtversicherung, Einkünfte als Geschäftsführer und Einkünfte als Gesellschafter-Geschäftsführer.

Ausschüttungen – also Dividenden – der GmbH an die Gesellschafter blieben in der Praxis bisher außer Ansatz, da die dafür notwendigen Informationen aus dem Einkommensteuerbescheid nicht abgelesen werden konnten.

Seit 1.1.2016 gibt es hier eine wensetliche Änderung. Durch die Erweiterung des Formulars zur Meldung der Kaptialertragsteuer ist es der SVA nun möglich, die ausgeschütteten Beträge in die Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung einzubeziehen.

Nach wie vor offen ist, was mit den Ausschüttungen bis Ende 2015 passieren wird. Gesellschafter-Geschäftsführer, die in der Höchstbeitragsgrundlage waren, werden durch Ausschüttungen nicht zusätzlich mit Sozialversicherung belastet werden. Für all diejenigen, die jedoch unter der Höchstbeitragsgrundlage waren, könnte sich durch diese Vorgangsweise eine zusätzliche Belastung ergeben. Speziell in OÖ wurde dazu in den Jahren bis 2015 bereits Schreiben an die Gesellschafter versandt, welche Ausschüttungen sie in den jeweiligen Jahren erhalten haben um diese nachträglich der Sozialversicherung zu unterwerfen.

Liegen diese Auskunftsschreiben bereits vor, sollten dieses auch ausgefüllt retourniert werden, andernfalls könnten Verwaltungsstrafen verhängt werden oder Beiträge auf Basis der Höchstbeitragsgrundlage vorgeschrieben werden.