Nützliche Tipps zum Autokauf

Sie möchten ein KFZ für betriebliche (aber auch private) Nutzung anschaffen und fragen sich, worauf Sie achten sollen und was bei so einer Entscheidung berücksichtigt werden soll. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie im Folgenden dargestellt.

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1 | MEHR ALS 50% BETRIEBLICHE FAHRTEN

Die tatsächlichen Kosten des KFZ sind zu berücksichtigen, dabei gibt es mehrere Varianten, abhängig davon, welches Fahrzeug angeschafft wird - hier eine kurze Übersicht:


Vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeuge

  • Beispiele für vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeuge:
    • Kleinlastkraftwagen
    • Kleinbusse
    • Kastenwagen
    • unter gewissen Voraussetzungen auch Elektroautos
  • Nutzungsdauer ca. 4-5 Jahre
  • Fahrzeuge sind in der Anschaffung meist teurer
  • Bei Leasingfahrzeugen gibt es zwei Varianten:
    • operatives Leasing: Leasingraten sind abzugsfähig
    • Finanzierungsleasing: Raten sind nur in Höhe der Abschreibung abzugsfähig (komplexeres Berechnungsmodell)


Nicht vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeuge

  • Beispiele für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeuge:
    • alle Fahrzeuge, die nicht in die oben genannte Kategorie fallen, z.B.: VW Golf
  • Nutzungsdauer 8 Jahre
    • Beispiel für Gebrauchtwagen: Wenn dieser schon 3 Jahre alt ist, ist die Gesamtnutzungsdauer sind dennoch auf 8 Jahre abzustellen (d.h. in diesem Fall wäre die Nutzungsdauer 5 Jahre)


2 | WENIGER ALS 50% BETRIEBLICHE FAHRTEN

Die gefahrenen Kilometer mit dem Kilometergeld iHv EUR 0,42 sind absetzbar und es werden keine laufenden Kosten angesetzt.


3 | INFORMATIONEN ZU ELEKTROFAHRZEUGEN

Es gibt eine Reihe von steuerlichen Erleichterungen und Förderungen. Lesen Sie dazu bitte unseren Blogartikel zum Thema E-Mobilität:


ALLGEMEINE INFOS ZUM AUTOKAUF

  • Bei Anschaffungskosten über EUR 40.000,00 ist eine Luxustangente von allen laufenden Kosten anzusetzen, in Höhe des übersteigenden Prozentsatzes.
  • Ein Privatanteil in Höhe der privat gefahrenen Kilometer ist in jedem Fall auszuscheiden.

UNSER FAZIT

  • Erfahrungsgemäß ergibt sich eine Steuerersparnis von max. EUR 600,00 pro Jahr bei max. EUR 2.000,00 zusätzlichen Aufwendungen pro Jahr.
  • Der Hebel, bei dem tatsächlich gespart werden kann und das spürbar, betrifft die Finanzierungskonditionen – achten Sie daher vor allem auf Folgendes:
    • Zinssätze und Bearbeitungsentgelte ganz streng hinterfragen
    • Sämtliche Gebühren sowie Zinsen sollten soweit wie möglich nach unten verhandelt werden.
    • Sofern möglich sollten nach oben hin Deckelungen vereinbart werden, sodass diese nicht bzw. kaum steigen können.
  • Auf diese Weise können Sie Liquidität bei sich behalten und dieser Umstand macht sich jeden Monat auf Ihrem Konto bemerkbar.

Bei Fragen sind wir Ihnen natürlich gerne behilflich - Kontaktieren Sie uns: