Neuerungen im Steuerrecht

| 15.12.2022 |

Die am 15.11.2022 beschlossenen Maßnahmen im Überblick.

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Anpassungen bei der Mitarbeitergewinnbeteiligung

Mitarbeitergewinnbeteiligungen sind bis zu EUR 3.000,00 pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr steuerfrei. Dabei dürfen sämtliche im Kalenderjahr steuerfrei ausbezahlten Gewinnbeteiligungen das unternehmensrechtliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der im letzten Kalenderjahr endenden Wirtschaftsjahre nicht übersteigen.

Einführung eines Pflichtveranlagungstatbestands bei Teuerungsprämie und steuerfreier Gewinnbeteiligung

Wenn der Maximalbetrag in Höhe von EUR 3.000,00 - Teuerungsprämie gemeinsam mit der steuerfreien Gewinnbeteiligung - überschritten wird, besteht Veranlagungspflicht. Bei Arbeitnehmern mit mehreren Arbeitgebern gilt die Begünstigung auch nur bis zu einem Gesamtbetrag von EUR 3.000,00 pro Kalenderjahr. Das bedeutet, wenn ein Arbeitnehmer eine Prämie höher als EUR 3.000,00 erhält, wird er spätestens mit 30.09.2023 daran erinnert eine Veranlagung durchzuführen.

Ausweitung der Kleinunternehmerpauschalierung in der Einkommensteuer

Aufgrund der außerordentlichen Inflationsentwicklung kann die Kleinunternehmerpauschalierung künftig bei Umsätzen bis 40.000 EUR (anstatt bisher 35.000 EUR) angewendet werden. Zusätzliche Einnahmen aus anderen Tätigkeiten (z.B. Vermietung) sind hierbei nicht zu beachten. Diese Regelung betrifft nicht die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer in der Umsatzsteuer. Für die Umsatzsteuer gilt weiterhin die EUR 35.000,00 Grenze als Referenzwert.

Anerkennung von Leistungen im Rahmen von Sozialplänen als Betriebsausgabe

Alle Entgelte, die ab dem 1.1.2023 im Zuge einer Auflösung eines Dienstverhältnisses im Rahmen von Sozialplänen als Folge von Betriebsänderungen ausbezahlt werden, können unabhängig ihrer Höhe als Betriebsausgabe in Abzug gebracht werden.


Quelle/Textpassagen zitiert aus: SWK - Steuer- und Wirtschaftskartei Nr. 2022/32-33