Energiekostenzuschuss für Unternehmen beschlossen

| 20.10.2022 |

Am 28. September 2022 wurde die konkrete Ausgestaltung des Energiekostenzuschusses für Unternehmen beschlossen. Die Entlastung soll insbesondere energieintensiven, gewerblichen und gemeinnützigen, Unternehmen mit Beschaffungskosten (für Treibstoff, Strom und Erdgas) von wenigstens 3 Prozent des Produktionswerts zugutekommen. Bei Jahresumsätzen bis zu EUR 700.000,00 entfällt das 3-Prozent-Kriterium. Für die Abwicklung ist die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) zuständig.


Energiekostenzuschuss Energiekostenzuschuss

Im ersten Schritt ist eine Registrierung im aws-Fördermanager auf Basis von Stammdaten erforderlich. Diese kann laut Medieninformation des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft ab Ende Oktober bis Mitte November 2022 durchgeführt werden.

Eine Registrierung im aws-Fördermanager ist grundsätzlich jederzeit unter nachfolgendem Link möglich. Ob für die Beantragung des Energiekostenzuschusses eine gesonderte bzw. zusätzliche Registrierung erforderlich ist, geht aus der Medieninformation des BMAW nicht hervor.

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WICHTIG!

Darauf folgt – ab Mitte November – die formale Antragseinreichung. Zu beachten ist, dass jedes Unternehmen nur einen Antrag stellen kann. Dieser muss alle förderbaren Energieformen umfassen. Die letztendliche Auszahlung erfolgt auf Grundlage der vorgelegten Unterlagen.

Förderbare Energieträger sind Strom, Erdgas und Treibstoffe (Benzin und Diesel). Gefördert werden Mehrkosten für Energie im Zeitraum von 1.2.2022 bis 30.9.2022.


4-stufiger Aufbau des Programms:

  • Basisstufe 1: Energiekostenzuschuss für Strom, Erdgas und Treibstoffe bis maximal EUR 400.000 | Diese Stufe sieht eigene Berechnungsgrundlagen für Strom, Erdgas und Treibstoffe vor. Gefördert wird jeweils die Differenz zwischen 2021 und 2022 mit 30 Prozent. Die Höhe orientiert sich am Verbrauch im Jahr 2022 bzw. an einer Hochrechnung für 2021.
  • Berechnungsstufe 2: Energiekostenzuschuss für Strom und Erdgas bis maximal EUR 2 Mio. | Voraussetzung ist zumindest die Verdopplung der Preise für Strom und Erdgas. Gefördert werden bis zu 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs mit maximal 30 Prozent. Treibstoffe werden nicht gefördert.
  • Berechnungsstufe 3: Energiekostenzuschuss für Strom und Erdgas über die Stufe 2 hinaus bis maximal EUR 25 Mio. | Unternehmen müssen einen Betriebsverlust aufgrund der hohen Energiekosten vorweisen können.
  • Berechnungsstufe 4: Energiekostenzuschuss für Strom und Erdgas über die Stufe 3 hinaus für besonders betroffene Sektoren bis maximal EUR 50 Mio.

Für Kleinst- und Kleinunternehmen gibt es ein Pauschalfördermodell. Grundlage für die Berechnung sind die Energiekosten des Unternehmens im Jahr 2022. Diese sollen halbiert werden (optional ist eine Verdopplung der Energiekosten 2021 möglich). 30 Prozent davon werden pauschaliert nach Stufen gefördert. Die Mindesthöhe nach der Pauschalierung beträgt EUR 300, der Maximalbetrag EUR 1.800.

Sollten Sie Fragen zum Energiekostenzuschuss haben, zögern Sie nicht sich bei uns zu melden!


Quellen/Textpassagen zitiert aus: